Nov 292010

Der deutsche Soldatenfriedhof Maleme auf Kreta: Erste Verhandlungen über eine generelle Regelung des Verbleibs der deutschen Kriegstoten in Griechenland gab es seit Mitte der 60er Jahre, Vertragsabschluss war 10 Jahre später. Kreta war Schauplatz einer beinahe fehlgeschlagenen deutsch-italienischen Invasion und der erbittertsten Kämpfe in Griechenland. Nach Kriegsende patroullierten die Engländer zusammen mit den Deutschen auf Kreta, um eine Machtübernahme der Kommunisten zu vermeiden, der Bürgerkrieg in ganz Griechenland zog sich noch mehrere Jahre hin. Die Einweihung des Friedhofs Maleme auf Kreta 1974 schloss die komplexen mehrjährigen Verhandlungszeit ab, während der in Deutschland der Widerstandskämpfer Brandt Außenminister und Kanzler geworden war und NATO Partner Griechenland von einer Militärdiktatur übernommen und regiert wurde. Völlig klar, wer der Gute und wer der Böse war, kein Wunder dass, alles reibungslos vonstatten ging. Außenpolitik ist halt nicht ganz so einfach wie ein amerikanischer Waschmittelwestern. Passenderweise ist der Gärtner in Maleme ein ehemaliger griechischer Partisan, der sich zeitlebens als Akteur (?als Täter?) verstand und kein Opfer war und sein wollte.
Kreta-72 in